Leistungsfähige Infrastruktur
Voraussetzung für eine Mobilität der Zukunft
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Dr. Hans-Peter Friedrich neuer Präsident von Pro Mobilität

Anlässlich der 24. Ordentlichen Mitgliederversammlung von Pro Mobilität erfolgte die turnusgemäße Neuwahl des Präsidiums sowie des Präsidenten des Verbandes.

Dabei wurde der ehemalige Bundestagsvizepräsident und Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich durch die Mitglieder zum Präsidenten von Pro Mobilität gewählt. Er folgt auf Eduard Oswald, der den Verband über viele Jahre hinweg als Präsident geprägt hat. Die Mitglieder danken Eduard Oswald ausdrücklich für sein langjähriges Engagement und seinen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung und Profilierung von Pro Mobilität. Unter seiner Führung hat sich der Verband als feste Größe im verkehrs- und infrastrukturpolitischen Dialog etabliert.

Die bisherigen Vizepräsidenten Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Jürgen Faupel, Prof. Alexander Hofmann, Guido Kutschera, Peter Markus Löw und Andreas Rade wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu in das Präsidium wurde Karsten Schulze, Technikpräsident des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs e. V., gewählt. Er folgt auf Gerhard Hillebrand, der das Präsidium auf eigenen Wunsch verlassen hat. Pro Mobilität dankt auch Gerhard Hillebrand für sein langjähriges Engagement im Präsidium und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

In seiner Antrittsrede betonte der neugewählte Präsident die Bedeutung des Verkehrsträgers Straße für den Wirtschafts- und Investitionsstandort Deutschland und für die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Eine funktionierende Infrastruktur sei Voraussetzung für die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Erhalt des Wohlstandes. Der absolute Hauptverkehrsträger Deutschlands, die Straße, brauche eine langfristige und verlässliche Finanzierungsgrundlage, um den Investitionsstau Schritt für Schritt aufzulösen. Die Einnahmen aus dem Straßenverkehr durch die LKW-Maut müssten zu 100 Prozent in Ausbau und den Erhalt des Straßennetzes fließen, um einen andernfalls absehbaren Kollaps und eine nachhaltige Schädigung des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu vermeiden. Die geballte Kompetenz der Mitgliederschaft stehe, so Friedrich, allen Interessierten, den Ministerien, Parlamenten und Medien zur Verfügung.


Zusätzlichkeit der SVIK-Mittel sichern

Aktuelle Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft und des ifo Instituts werfen Zweifel daran auf, ob die Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität bislang tatsächlich den angekündigten zusätzlichen Investitionsschub auslösen. Nach den vorliegenden Auswertungen wurde ein erheblicher Teil der kreditfinanzierten Mittel im Jahr 2025 nicht zusätzlich investiv wirksam.

Pro Mobilität hatte bereits vor der Veröffentlichung der Studien Zweifel daran, dass die Mittel des Sondervermögens in der derzeitigen Ausgestaltung tatsächlich zusätzlich wirken. Die nun vorliegenden Analysen stützen diese Einschätzung. Im Kern geht es um eine entscheidende Frage: Führt das Sondervermögen tatsächlich zu einem Aufwuchs der Investitionen, oder ersetzt es lediglich Ausgaben, die sonst aus dem Kernhaushalt hätten finanziert werden müssen? Genau hier sehen die Studien erhebliche Defizite.

Aus Sicht von Pro Mobilität ist das ein ernstes Warnsignal. Das Sondervermögen kann seinen Zweck nur erfüllen, wenn zusätzliche Schulden auch zu zusätzlichen Investitionen führen. Gerade für die Verkehrsinfrastruktur ist das von zentraler Bedeutung. Der Erhalt und die Modernisierung von Straßen, Brücken und hoch belasteten Verkehrsachsen dulden keinen weiteren Aufschub.

Pro Mobilität fordert daher mehr Transparenz über die Mittelverwendung, eine klare Abgrenzung gegenüber dem Kernhaushalt und die verlässliche Sicherung der Zusätzlichkeit. Nur wenn die Mittel des Sondervermögens tatsächlich zusätzlich eingesetzt werden, kann das SVIK einen wirksamen Beitrag zum Abbau des Investitionsstaus leisten.


Zahlen, Daten, Fakten zum Verkehrsetat 2025/26

Mit der neuen Ausgabe von „Zahlen, Daten, Fakten zum Verkehrsetat“ legt Pro Mobilität erneut eine kompakte und faktenbasierte Einordnung des Bundeshaushalts 2026 sowie der Finanzplanung bis 2029 vor. Die Veröffentlichung knüpft an eine langjährige Tradition an und bereitet zentrale Haushaltszahlen, Investitionslinien und strukturelle Entwicklungen der Verkehrsinfrastruktur übersichtlich auf.

Die Auswertungen zeigen, dass trotz nominell hoher Investitionsansätze der reale finanzielle Spielraum sinkt, während der Erhaltungs- und Modernisierungsbedarf bei Autobahnen und Bundesstraßen weiter wächst. Zudem wird deutlich, dass viele Projekte des Bedarfsplans auch Jahre nach ihrer Aufnahme noch nicht in die Bau- oder Betriebsphase überführt wurden.

Mit Grafiken und Kennzahlen macht das Papier sichtbar, welche Bedeutung die Straße für den Güter- und Personenverkehr sowie für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland hat. Ziel ist es, eine sachliche Grundlage für die weitere Diskussion über eine verlässliche, bedarfsgerechte und zukunftsfeste Finanzierung der Straßenverkehrsinfrastruktur zu liefern.

Die Veröffentlichung steht ab sofort zum Download bereit.


Aktuelles

Anlässlich der 24. Ordentlichen Mitgliederversammlung von Pro Mobilität erfolgte die turnusgemäße Neuwahl des Präsidiums sowie des Präsidenten des Verbandes.

Dabei wurde der ehemalige Bundestagsvizepräsident und Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich durch die Mitglieder zum Präsidenten von Pro Mobilität gewählt. Er folgt auf Eduard Oswald, der den Verband über viele Jahre hinweg als Präsident…

Aktuelle Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft und des ifo Instituts werfen Zweifel daran auf, ob die Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität bislang tatsächlich den angekündigten zusätzlichen Investitionsschub auslösen. Nach den vorliegenden Auswertungen wurde ein erheblicher Teil der kreditfinanzierten Mittel im Jahr 2025 nicht zusätzlich investiv wirksam.

Pro…

Mit der neuen Ausgabe von „Zahlen, Daten, Fakten zum Verkehrsetat“ legt Pro Mobilität erneut eine kompakte und faktenbasierte Einordnung des Bundeshaushalts 2026 sowie der Finanzplanung bis 2029 vor. Die Veröffentlichung knüpft an eine langjährige Tradition an und bereitet zentrale Haushaltszahlen, Investitionslinien und strukturelle Entwicklungen der Verkehrsinfrastruktur übersichtlich auf.

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Wegweiser 2030

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist das Fundament für Mobilität, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Deutschland als führender Wirtschaftsstandort in Europa ist auf ein funktionierendes Verkehrsnetz angewiesen. Doch seit Jahren beobachten wir eine besorgniserregende Entwicklung: Der Zustand unserer Straßen und Brücken hat sich deutlich verschlechtert, Planungs- und Genehmigungsverfahren dauern zu lange und dringend notwendige Investitionen bleiben hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Die Folge sind zunehmende Engpässe, steigende Kosten für Unternehmen und Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger. 

Eine zukunftsfähige Verkehrspolitik muss diesen Herausforderungen mit klaren Prioritäten begegnen. Es ist an der Zeit, die volkswirtschaftliche Bedeutung des jetzigen und zukünftigen Hauptverkehrsträgers Straße stärker als bisher anzuerkennen und entschlossen zu handeln. Eine moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist kein Selbstzweck – sie ist eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft, verlässliche Lieferketten und zur Erfüllung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land. 

Die aktuelle Positionsbroschüre Wegweiser 2030 gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages. 


Die Zukunft der Infrastrukturfinanzierung nachhaltig sichern

Zur Erfüllung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger aber auch für funktionierende Wertschöpfungs- und Logistikketten ist eine langfristig gesicherte und bedarfsgerechte Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland unverzichtbar. Die Qualität und Verfügbarkeit des deutschen Fernstraßennetzes, als elementarer Standortvorteil, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund der Unterfinanzierung der Verkehrswege deutlich verschlechtert. Dennoch standen in den aktuellen Haushaltsberatungen auch weitere Kürzungen der ohnehin zu knapp veranschlagten Investitionsmittel im Verkehrsressort zur Debatte. Diese gilt es vor dem Hintergrund des enormen Sanierungsstaus bei der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, den Preissteigerungsraten bei Rohstoffen, Energie- und Personalkosten, den nachwirkenden Inflationseffekten sowie dem riesigen Bedarf an Investitionen zur klimafreundlichen Transformation des Verkehrssektors unbedingt zu vermeiden. Das Positionspapier “Finanzierung der Straßenverkehrsinfrastruktur” beleuchtet die dringenden Herausforderungen und präsentiert klare Handlungsempfehlungen. Dazu zählen die Aufstockung der Erhaltungsinvestitionen (insbesondere bei Ingenieurbauwerken), die Rückkehr zum Finanzierungskreislauf Straße und damit verbundene Investitionsspielräume zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs, die Stärkung der kommunalen Investitionsfähigkeit und Konzepte zur Infrastrukturfinanzierung der Zukunft. 

Zum Positionspapier


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Pro Mobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur e. V.
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